Leander: „Nein, nicht schon wieder, Charles.“
Stunde 10 · Kommunikation in der vernetzten Welt · Methode
Fake News und verstörende Inhalte
Nicht alles, was im Internet steht, ist wahr – und manches, was man sieht, möchte man lieber nicht gesehen haben.
Station 1 · Fake News
Absichtlich falsch
- Fake News sind Nachrichten, die bewusst falsch gemacht wurden. Sie sehen oft echt aus – stimmen aber nicht. Auch falsche Geschichten, Bilder oder Videos werden absichtlich verbreitet, um Menschen zu beeinflussen oder zu täuschen.
- Manche wollen erreichen, dass andere etwas Bestimmtes glauben oder tun. Andere wollen Aufmerksamkeit oder Geld durch Werbung.
- Fake News sind oft sehr aufregend oder schockierend, damit möglichst viele sie teilen – manchmal unbemerkt über Kettenbriefe oder Links.
Original oder manipuliert?
Vergleiche beide Fotos. Was wurde verändert?
Station 2 · Wie erkennt man Fake News? · Material M1
Gib Fake News keine Chance!
Woher kommt die Nachricht? Welche Absicht hat die Verbreitung?
Wird eine Quelle angegeben? Bestätigen andere Quellen die Fakten? Wie alt ist die Information?
Wer hat es wann und wo aufgenommen? Wer verbreitet das Bild?
Kann die Nachricht anderen schaden? Melde Fake News!
News-Check: echt oder fake?
Absichten und Grenzen
Nenne Absichten von Menschen, die Fake News verbreiten. Erkläre, warum manche Punkte der Checkliste schwer zu überprüfen sind.
Absichten: Meinung beeinflussen, Angst oder Wut schüren, Aufmerksamkeit (Klicks, Follower), Geld durch Werbung, jemandem schaden. Schwer zu prüfen: Wer ein Bild wann und wo aufgenommen hat oder wer hinter einem anonymen Account steckt – dafür braucht man oft Hilfsmittel wie eine Bilder-Rückwärtssuche.
Schnelle Verbreitung
Begründe, warum sich Fake News vor allem in sozialen Netzwerken sehr schnell verbreiten.
Teilen geht mit einem Klick, und schockierende Beiträge bekommen viele Reaktionen. Die Plattformen zeigen solche Beiträge dann noch mehr Menschen. Viele leiten weiter, ohne zu prüfen – oft an Freunde, die dem Absender vertrauen.
Station 3 · Mit verstörenden Inhalten umgehen
Du bist nicht allein
- Im Internet stoßen Kinder und Jugendliche manchmal auf Inhalte, die Angst machen, verwirren oder verstören: gewaltvolle Videos, pornografische Inhalte, gefährliche Online-Challenges.
- Diese Dinge sind nicht für junge Menschen gemacht – sie gelangen oft ungewollt oder durch Neugier auf den Bildschirm.
- Wer so etwas sieht, ist nicht allein. Es ist völlig normal, sich unwohl zu fühlen oder Fragen zu haben.
- Mit einer vertrauten Person sprechen: Eltern, Freunde, Lehrkraft.
- Die Melde- oder Blockierfunktion der App nutzen.
- Auf seriösen Seiten Hilfe suchen: klicksafe.de, jugend.support, Nummer gegen Kummer 116 111.
Leander: „Nein, nicht schon wieder, Charles.“
Leander: „Ähm, ja. Haha! Total lustig …“
Leander und Charles
Beschreibe die Situation. Warum hat Leander das Video angeschaut, obwohl er nicht wollte? Später bekommt er das Video nicht mehr aus dem Kopf – was kann er tun? Wie kann er so etwas beim nächsten Mal verhindern?
Charles zeigt Leander ein Video, in dem ein Radfahrer schwer stürzt. Leander will es nicht sehen, schaut aber hin, weil er nicht als Spielverderber dastehen will und Gruppendruck spürt; er lacht mit, obwohl er sich unwohl fühlt. Später sollte er mit seinen Eltern oder einer Vertrauensperson darüber sprechen. Beim nächsten Mal kann er klar „Nein“ sagen, weggehen und Charles erklären, dass er solche Videos nicht sehen will.
Was hilft Leander?
Sicherung
Hefteintrag: Fake News und verstörende Inhalte
Fake News und verstörende Inhalte
Informatik · Klasse 5/6- Fake News sind absichtlich falsche Nachrichten, Bilder oder Videos, die Menschen beeinflussen oder täuschen sollen.
- Prüfen: Wer ist die Quelle? Wie alt ist die Information? Warum wurde sie veröffentlicht? Bestätigen andere, neutrale Quellen die Fakten?
- Fake News nicht weiterleiten, sondern melden und mit Erwachsenen besprechen.
- Bei verstörenden Inhalten: mit einer vertrauten Person sprechen, melden und blockieren, Hilfe suchen (klicksafe.de, jugend.support, 116 111).
Stopp – Prüfen – Erst dann teilen.
Jetzt seid ihr dran